Olbers in der DLfM

 

Im Jahre 1968 fand ich den Anschluss an zwei Zweige der Friedensbewegung, die ich vorher schon fünf Jahre lang vergeblich gesucht hatte.

Durch diese beiden Gemeinschaften kam ich in Kontakt mit der Deutschen Liga für Menschenrechte (DLfM). Dort war ich allerdings jahrelang vorwiegend Karteileiche.

Ab 1998 gehörte ich zur Leitung der Hamburger Gruppe. Im Jahre 2005 wurde ich in Gräfelfing bei München in den Bundesvorstand der DLfM gewählt.

 

Zum Glück

haben wir in Deutschland nicht die Zustände wie in Syrien und Ägypten. In Deutschland haben wir sehr gute Gesetze, die vor Unrecht und Gewalt schützen sollen.

Aber

es ist leider meine eigene Erfahrung, dass sich nicht alle Personen, die im Staatsdienst arbeiten, an die gültigen Gesetze halten. Dadurch entsteht Unrecht und Staatsverdrossenheit. Leider können sich unsere Beamten darauf verlassen, dass sich die meisten Bürger nicht gegen Urecht wehren und dass es unter den Mitbürgern nur wenig Solidarität gibt.

In Frankreich führte das Unrechtsurteil von 1894 gegen den Herrn Dreyfus dazu, dass es eine landesweite Empörung gegen dieses Urteil gab, was schließlich im Jahr 1998 zur Gründung der berühmten Französischen Liga für Menschenrechte führte. Dieser Verein wollte und konnte die Wiederaufnahme des Dreifus-Prozsses erzwingen!

Mit mehr wachsamen Bürgern und mehr Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität würden sich auch die Verhältnisse in Deutschland deutlich verbessern!

Gelegentlich wagen es ahnungslose Mitbürger, uns vorzuwerfen, wir täten zu wenig für den Schutz der Menschenrechte. - Andersherum wird ein Schuh daraus:  Schuld an der vermeintlich zu geringen Aktivität unserer Liga sind nicht unsere engagierten und fleißigen Miglieder, sondern die Millionen von deutschen Mitbürgern, die dafür zu bequem sind, etwas für die Menschenrechte zu tun!

 

 

Darum: Helfen Sie mit gegen Behördenwillkür, Unrecht, Gleichgültigkeit und Verzweiflung!

 

Wenig tun ist besser als gar nichts tun!

 

Was Sie tun können:

Informationen sammeln und weitergeben,

Einzelpersonen helfen, z.B. bei Behördengängen begeiten und die Korrepondenz besprechen,

öffentliche Veranstaltungen organisieren,

Texte schreiben als Leserbriefe oder für das Internet

und anderes

 

Wenden Sie sich an den Autor dieser Zeilen,

Barthold Olbers,

Vizepräsident der Deutschen Liga für Menschenrechte

 

Hamburg, am 29. August 2013