Kinderschutz

Thema: Schutz der Kinder vor bösen Menschen

Einen vollständigen Schutz kann es nicht geben!

Es gibt leider einige böse Menschen, die schlechte Absichten haben, z.B. sexuellen Missbrauch oder Körperverletzung oder Tötung eines Menschen oder Erpressung.

Die meisten Täter sind so weit klar im Kopf, dass sie wissen, dass das, was sie tun wollen, verboten ist und von der überwiegenden Mehrheit der Mitmenschen nicht geduldet wird.

Darum legen die meisten Täter großen Wert darauf, dass es für ihre Missetat keine Zeugen gibt. Niemand soll sehen, wer etwas Verbotenes tut. Und niemand soll sehen, was er tut.

Wenn wir etwas zum Schutz der Kinder tun wollen, dann müssen wir beziehungsweise das Kind dafür sorgen, dass niemand das Kind aus dem Blickfeld der möglichen Zeugen entfernt.

Erklären Sie Ihrem Kind, dass es zu seiner eigenen Sicherheit einige Regeln beachten soll!

1. Lass dich nicht von jemandem von der Stelle weglocken, wo du gerade spielst.

2. Lass dich nicht von deinen Spielkameraden trennen. Das Kind soll niemandem folgen, der das Kind von seinen Spielkameraden trennen möchte!

3. Gehe nicht mit in ein Auto.

5. Gehe nicht mit in ein fremdes Haus oder in eine fremde Wohnung.

6. Gehe nicht aus dem Gebiet heraus, in dem du sein darfst.

Diese obigen Einschränkungen sollen gelten, wenn jemand das Kind anspricht, der nicht Ihr besonders Vertrauen genießt.

Weitere Hinweise:

Sprechen Sie mit Ihrem Kind die obigen Grundsätze durch. Lassen Sie sich Zeit dabei. Beantworten Sie alle Fragen des Kindes. Wichtig ist, dass das Kind alles verstanden hat.

Zeigen Sie dem Kind in Ihrem Wohngebiet die Grenzen, die es nicht überschreiten soll. Wenn es Ihnen zu kompliziert erscheint, die Grenzen im Voraus festzulegen, dann denken Sie daran: Wenn Sie dem Kind die Grenzen nicht im Voraus benennen können, dann ist das Kind gezwungen, seinen Bewegungsraum nach eigenem Gutdünken zu begrenzen.

Wenn Ihr Kind mit Ihnen vereinbart hat, wo es spielen oder sich aufhalten darf, und wenn das Kind die Absicht hat, sich aus diesem Gebiet zu entfernen, z.B. indem das Kind die Oma oder eine Nachbarin beim Einkaufen begleitet oder indem das Kind in die Wohnung der Oma oder Nachbarin geht, dann soll die Mutter oder Aufsichtsperson vorher darüber informiert werden!

Es sind schon viele Kinder bei der Polizei als vermisst gemeldet worden, nur weil sie für die Eltern nicht mehr sichtbar waren. In Wahrheit waren solche Kinder in einer völlig ungefährlichen Situation bei einem vertrauten Menschen.

Schlechte Regel: Einigen Kindern wird eingeprägt, sie sollen mit keinem fremden Erwachsenen reden.

Diese Aufforderung halte ich für schlecht. Denn

a) bin ich davon überzeugt, dass nicht das Gespräch mit dem Erwachsenen gefährlich ist, sondern das Missachten der oben beschriebenen Regeln.

b) Vorschriften, deren Sinn das Kind nicht nachvollziehen kann, werden von dem Kind nicht lange befolgt. Wichtig ist, dass das Kind die oben genannten Regeln, die wirklich wichtig sind, versteht und befolgt.

c) Die Aufforderung, nicht mit fremden Erwachsenen zu sprechen, macht aus dem Kind einen ängstlichen und unsicheren Menschen, der schließlich weniger Erfahrung im Umgang mit anderen Menschen und weniger Erfolg im Leben hat.

Böse Menschen versuchen, das Kind auszutricksen!

„Deine Mutter schickt mich: Ich soll dich abholen.” Nennen Sie dem Kind die Personen, zu denen es grundsätzlich Vertrauen haben soll. Prägen Sie dem Kind ein, dass es gegenüber anderen Personen grundsätzlich misstrauisch sein soll. Trotzdem könnte es dem bösen Menschen gelingen, das Kind zu überzeugen. Schützen Sie das Kind mit diesem Trick: Verabreden Sie mit dem Kind ein Geheimwort! Nur wer das Geheimwort nennt, ist wirklich von den Eltern beauftragt. Und falls das Kind dieses Geheimwort jemanden verraten haben sollte, dann bestrafen Sie das Kind auf keinen Fall dafür! Sondern verabreden Sie ein neues Geheimwort. Wenn das Kind davon ausgeht, dass es für das Ausplaudern des Geheimwortes bestraft wird, dann wird das Kind Ihnen nicht den Fall mitteilen, dass es das Geheimnis verraten hat.

Das Verhalten bei Gewalt

Für den Fall, dass jemand das Kind mit Gewalt ergreift, soll das Kind laut schreien, z.B. "Hilfe! Hilfe!" Nur laut schreien allein genügt nicht!

Verantwortlich für den Text dieses Blattes: Barthold Olbers, Vorstandsmitglied der Deutschen Liga für Menschenrechte e.V.

Sehen Sie auch: http://menschenrechte.npage.de/kinder.html