Die Deutsche Liga für Menschenrechte e.V.

und der Fall Mollath

 

Einige Aussagen unseres Vizepräsidenten Barthold Olbers vom August 2013:

Die Deutsche Liga für Menschenrechte ist die älteste Menschenrechtsorganisation Deutschlands.

Unser Verein wurde 1914 von 10 Personen gegründet. Der wohl prominenteste Mitbegründer war Albert Einstein. Der anfängliche Name war „Bund Neues Vaterland“. 1922 hat unser Verein nach dem Vorbild der befreundeten Französischen Liga für Menschenrechte den jetzigen Namen „Deutsche Liga für Menschenrechte e.V.“ angenommen. Die berühmte Französische Liga war 1898 gegründet worden, um den Widerstand gegen das Unrechtsurteil von 1894 gegen Alfred Dreyfus zu organisieren. Der Widerstand war erfolgreich! Und der Verein hat später den Schutz aller Menschenrechte zu seinem Ziel gemacht und besteht heute noch!

Da wir uns energisch für die Verbesserung der Menschenrechtssituation in Deutschland einsetzen oder da man uns zumindest zutraut, das tun zu wollen und zu können, hat es immer wieder mächtige Personen gegeben, die sich durch uns sehr gestört fühlten. Es gab verschiedentlich Versuche, unseren Verein auszulöschen. Aber wie Sie sehen: Wir sind noch da!

Der Skandal um den Herrn Mollath, der jahrelang in der Psychiatrie eingesperrt war und erst am 6. August 2013 freigelassen wurde, ist vielfach in den Massenmedien berichtet wurden und hat einen Teil der deutschen Öffentlichkeit aufgerüttelt.

Der Fall Mollath wird wohl dazu beitragen, dass sich etwas mehr Menschen als bisher mit dem Thema Unrecht und Menschenrechte befassen. Ich hoffe, dass sich die öffentliche Aufmerksamkeit nicht nur auf den Fall Mollath konzentriert sondern sich auch allgemein der problematischen Menschenrechtssituation in Deutschland zuwendet.

Bereits unser Gründer Albert Einstein hat sich in weiser Voraussicht zu dem Fall Mollath und zu ähnlichen Fällen geäußert:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen."

Ich bitte um die Mitarbeit in und um die Zusammenarbeit mit der Deutschen Liga für Menscherechte.

 

Barthold Olbers, 11. August 2013, 17.50 Uhr