Die deutsche Mitschuld am Ersten Weltkrieg

beginnt nicht erst mit den Schüssen von Sarajewo.

Der Deutsche Kaiser soll anlässlich der Haager Frienskonferenz von 1907 geäußert haben:

 

"Ich habe diesem Blödsinn allein zugestimmt, damit der Zar in Europa nicht an Gesicht verliert."

"In der Praxis werde ich jedoch auf Gott und die Schärfe meines Schwertes vertrauen und mich einen Scheißdreck um ihre Beschlüsse scheren."

 

Auch die Zweite Haager Friedenskonferenz (17.Sept.1907 Erklärung unterzeichnet, 256 Delegierte aus 42 Ländern) scheiterte wiederum an der sturren Interessenpolitik der Großmächte, die Frieden und Abrüstung nicht fördern wollten.

 

Die pazifistischen Bewegungen, die sich der allgemein vorherrschenden Verehrung von Krieg und Männlichkeit entgegenstellten, wurden von den agierenden Diplomaten abgelehnt. Die erste Garnitur der wichtigsten Mächte war demonstrativ erst gar nicht gekommen. Hinter den Kulissen hatten Vertreter der großen Mächte geheime Abkommen geschlossen, um sich um sich im Kriegsfall gegenseitig zu unterstützen.

 

Kaiser Wilhelm II. notierte auf dem offiziellen Bericht seiner Delegation:

"Ich habe diesem Blödsinn allein zugestimmt, damit der Zar in Europa nicht an Gesicht verliert."

"In der Praxis werde ich jedoch auf Gott und die Schärfe meines Schwertes vertrauen und mich einen Scheißdreck um ihre Beschlüsse scheren."

 

Zitat aus: Philipp Blom

                "Der taumelnde Kontinent - Europa 1900-1914"

                5.Auflage,  2014

                Seite 215 - 226,

                1907 Träume und Visionen

                Zar Nikolaus II. Ein seltsamer Friedensheld